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Vinyl ist Kult

 

Warum Musik-Fans bis heute auf Schallplatten setzen

 

Verführerischer Glanz, herrliches Knistern und wohlig-warmer Klang: Die Schallplatte genießt unter Musikliebhabern Kult-Status. Der völlig aus der Zeit gefallene Tonträger verzeichnet seit einigen Jahren stetig steigende Verkaufszahlen. Kein Wunder, denn die großen schwarzen Scheiben stehen für Entschleunigung und bewusste Auseinandersetzung mit Musik.

 

 

Vom Läusekot zum Kunststoff: Aufstieg und Fall der LP

 

Das Licht der Welt erblickte die Schallplatte im Jahr 1877 – wenn auch in etwas anderer Form, als wir sie heute kennen. Der amerikanische Erfinder Thomas Edison versah damals eine Membran mit einer Nadelspitze und zog diese über einen mit Paraffin überzogenen Papierstreifen. Auf diese Weise gelang es ihm, das Wort „Hello“ einzusprechen und, indem er die Nadel wieder über den Papierstreifen zog, erneut widerzugeben. Es dauerte allerdings noch elf weitere Jahre, bis der deutsche Auswanderer Emil Berliner mit dieser Technik 1888 in den USA die erste markttaugliche Platte entwickelte. Sie bestand aus Hartgummi und ließ sich mithilfe eines Grammophons abspielen. Ein Trichter verstärkte die Wiedergabe bis auf Zimmerlautstärke.

Wenig später kamen dann Platten mit Schelllack auf den Markt – hergestellt unter anderem mit Läusekot. Weil das Verfahren jedoch aufwendig und kostspielig war, löste der recht junge Kunststoff Vinyl bald den Schelllack ab. Der entscheidende Vorteil des neuen Materials: Auf die damit gefertigten Langspielplatten (LP) passte erstmals rund 30 Minuten Musik – fast zehnmal mehr als zuvor. Als dann 1926 die ersten elektronischen Verstärker auf den Markt kamen, schossen die Verkaufszahlen der Vinylplatten durch die Decke.

Das vorläufige Ende dieser Erfolgsstory dürften die meisten nur zu gut kennen: In den 1980ern wurde die heißgeliebte Platte erst von der CD, dann vom MP3-Format und schließlich vom Streaming verdrängt

 

 

Entschleunigung und vertrauter Klang: Vinyl ist heute Kult

 

Tot ist die klassische LP mitnichten – und das hat seine Gründe. Fans schwören auf den herrlich warmen Klang, der stets von einem wohligen Knistern begleitet wird. Die Platte steht wie kaum ein anderes Medium für Entschleunigung und die bewusste Auseinandersetzung mit Musik. Zahlreiche Künstler setzen deshalb bis heute auf die LP. Was ebenfalls für die LP spricht: Die richtige Lagerung vorausgesetzt, ist Musik auf diesem Medium nahezu unbegrenzt haltbar.

 

So pflegen Sie Ihre Platten richtig

 

Hinsichtlich der Pflege sind einige Punkte zu beachten. Mithilfe einer antistatischen Bürste lassen sich Staub und Dreck entfernen. Dazu legen Sie die LP auf den Plattenspieler und schalten ihn ein. Indem Sie die Bürste sanft auflegen, lassen sich die Rillen ideal reinigen. Wer die Anschaffung einer teuren Plattenwaschmaschine scheut, kann dies entweder im Plattenladen erledigen lassen, oder wäscht per Hand. Mithilfe eines Mikrofasertuchs und einem Gemisch aus warmen Wasser, Spülmittel und Isopropyl-Alkohol funktioniert das problemlos. Wichtig: Nicht das Label berühren – es könnte beschädigt werden.

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